Rund ums Holz

Allgemeines zu Holz

Leider können wir auf unsere Artikel keine Garantie oder Gewährleistung geben, da es sich hier bei um Naturprodukte handelt, welche sich Verformen oder Verharzen können. Außerdem kann es zu Rissbildungen kommen. Jeder Käufer ist mit dem Kauf eines aus Holz hergestellten Möbelstücks damit einverstanden.

Lesen Sie hier, warum das so ist und was dahinter steckt.

Rissbildung

Beim Trocknungsprozess können aufgrund einer (naturgemäß) nicht gleichmäßigen Holzstruktur Trockenrisse entstehen. Je nach Holzart und Standort des Produktes (z.B. sonniger oder schattiger Standort – Regen etc.) kann dies unterschiedlich stark auftreten und auch wieder vergehen. Auch durch Veredelungsverfahren kann dies nur gering reduziert werden; eine zuverlässige Vermeidung ist bei einem Naturprodukt nicht möglich.

Quell- und Schwindverhalten

Eine für Holz typische Eigenschaft ist die Volumenveränderung durch Feuchtigkeitsaufnahme und Trocknung. Je nach Feuchte des Materials können Bauteile unterschiedlich stark „arbeiten“. Ein frisch eingeschnittenes Kiefernbrett hat z.B. bei einer Feuchtigkeitsabnahme von 10% ca 4% seiner einstigen Stärke verloren! Bei der Druckimprägnierung wird das Holz voll gesättigt. Es weist daher nach Trocknung die größten Schwindungen auf. Bei der Verarbeitung muss diese mögliche „Bewegung“ konstruktiv berücksichtigt werden (z.B. Profilholz mit verlängerter Feder einbauen etc.).

Raue Oberflächen

Die Oberfläche von gehobelten / gefrästen Hölzern kann trotz größter Sorgfalt und scharfer Werkzeuge teilweise raue Stellen aufweisen. Gerade im Astbereich oder entgegen der Bearbeitung gerichteten Holzfasern sind je nach Holzart raue Stellen oder kleine Faserausrisse möglich. Bei einer Pfostenkopfbearbeitung sind aufgrund der quer zur Faser erfolgten Bearbeitung neben rauen Flächen auch kleine Ausfransungen möglich.

Markröhre

Bei Nadelhölzern befindet sich im Zentrum des Stammes in Längsrichtung die Markröhre. Diese hat einige Millimeter Durchmesser und hebt sich farbig von umliegenden Holzschichten ab. Durch die Verarbeitung des Holzes kann diese aus einem porösen Gewebe bestehende Röhre teilweise oder ganz sichtbar werden. Die Markröhre ist keine Fäulnis oder sonstige Schädigung des Holzes, sondern gehört zum natürlichen Erscheinungsbild dieses Werkstoffes.

Äste und Maserung

Äste und Maserung des Holzes variieren je nach Holzart und gehören zur Charakteristik eines Holzes. Bei Gartenholz-Produkten werden gesunde, jedoch auch mal astigere Hölzer eingesetzt als im Möbelbau. Eine einheitliche, gleichmäßige Maserungsabfolge kann z.B. bei Sichtblenden, Vorgartenzäunen, Profil- oder Konstruktionsholz nicht gewährleistet werden.

Harzaustritte

Ein nachträgliches Ausharzen ist bei Nadelhölzern gerade bei warmer Witterung oder direkter Sonneneinstrahlung nicht vermeidbar. Diese Eigenschaft kann durch einen dunklen, absorbierenden Anstrich noch verstärkt werden. Tipp für den Fall der Fälle: Benutzen Sie ein Stück Holz als ‚Spachtel‘ und entfernen Sie vorsichtig ggf. austretendes Harz.

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